Linie um Linie. Sie tauchten auf aus der Dunkelheit.
Sichtbar für die Schlaflosen stieg die grelle Scheibe empor
und zeichnete die Konturen einer Landschaft.
Da waren ein Hügel verdeckt von einem Zweiten, der
wiederum hinter einem Dritten lag. Stille.
So schwer, dass selbst der Wind,
erkennbar nur an den fortgewehten Sandkörnern,
sie nicht schneiden, sie nicht teilen konnte.
Eingefangen.
Der Wind versuchte die Sanddünnen zu befreien.
Er scheuchte sie vom Schauplatz der aufgehenden Sonne hinfort.
Doch er war allein und die schaulustigen Körner
blieben vor der Sonne,
gebannt wie Kinder vor dem Kasten eines Puppenspielers sitzen.
Fasziniert von der Spitze des Eisbergs
ahnten sie nichts von der ungeheuren Kraft.
Wie ein Zündholz entflammt die Sonne
an der Landschaft und streckt ihre Feuerarme
gleich einem Feuerwerk in alle Richtungen aus.
Sie füllen das Land und zeichnen zu Ende,
was von der Sonne begonnen und legen alles
in Asche, erleuchten es und lassen es ruhen,
um am nächsten Morgen mit ihm zusammen
erneut aufzuerstehen.
Katja
Toller Blog! (:
AntwortenLöschenWie wärs mit gegenseitigem Verfolgen?
Gruß Michi
http://www.michiiswelt.blogspot.com/